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Rubrik Bewegte Bilder

Film zieht Facebook-Gründer durch den Kakao


(PNG) Wie TimesOnline berichtet, produziert Schauspieler Kevin Spacey derzeit den Streifen "The Social Network" — basierend auf einer Buchvorlage von Ben Mezrich — in dem Zuckerberg als skrupelloser Sexbesessener dargestellt wird.



Die Produktion des Films ist in vollem Gange. Ein Teil des Streifens über das Leben von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg wurde in Großbritannien satirisch für die Leinwand aufbereitet. Am 07. Oktober soll der Film dann offiziell in den Kinos starten. Premiere wird aber schon im Vorfeld beim New York Film Festival am 24. September gefeiert.

Richard Pena, Programmdirektor der Film Society of Lincoln Center, von der das Festival angesetzt wird, schwärmt schon jetzt von dem Streifen. "Es ist außerordentlich selten, einen Film zu entdecken, der auf so eindrucksvolle Weise den Geist seiner Zeit erfasst." David Fincher und Aaron Sorkin würden diesen Film nicht nur für den Moment machen, sondern auch größere kulturelle Fragen darin aufgreifen, meint Pena.

Zuckerberg als "Borderline-Autist und Verschwörer"

Kritiker, die Auszüge aus dem Skript gesehen haben, sagen, Zuckerberg werde als "Borderline-Autist und Verschwörer" porträtiert. "The Social Network" zeigt das Leben des Facebook-Gründers als stark überzeichnete Version und startet zu jenem Zeitpunkt, als Zuckerberg im Februar 2004 mit 19 Jahren von seiner damaligen Freundin verlassen wurde. Aufgebaut ist der Streifen in Flashbacks, ausgehend von einer Anhörung vor Gericht in der Gegenwart.

Zu Beginn des Films schreibt Zuckerberg nach dem Beziehungsaus im betrunkenem Zustand einen Computercode, womit er das Harvard Jahrbuch der Studenten samt ihrer Biografien in eine Website verwandelt. Auf dieser reihen er und seine männlichen Freunde Harvard-Studentinnen dann als unterschiedliche Bauernhof-Tiere. 30 Minuten nachdem die Seite online gegangen ist, wird sie so populär, dass das Harvard-Computernetzwerk zusammenbricht.

Danach wird Zuckerbergs Werdegang weiter aufgerollt. Er geht nach Silicon Valley und startet gemeinsam mit Sean Parker, dem Mitbegründer der Seite Napster (gespielt von Justin Timberlake), das soziale Netzwerk Facebook.

Facebook wenig begeistert

Die Neuigkeiten über den Film dürften für Zuckerberg zu einem schlechten Zeitpunkt kommen. Er und sein Netzwerk stehen derzeit unter Dauerbeschuss aufgrund von Datenschutzänderungen bzw. neuen Privatsphäre-Einstellungen.

Während The Social Network in der Filmbranche für immer mehr positive Stimmen sorgt, hat Facebook nach wie vor wenig Freude mit der Satire. Der Film wurde nicht von dem Unternehmen abgesegnet, auch nicht die Buchvorlage, in der Facebook ganz offen kritisiert wird. "Während wir uns aufgrund der Aufmerksamkeit geehrt fühlen, weisen wir darauf hin, dass wir nicht mit dem Film kooperieren und nicht in die Produktion involviert sind", hieß es auf Anfrage.

Laut US-Medienberichten wird es daher auch definitiv keine Werbung für den Film auf Facebook geben. "Facebooks Werberichtlinien erlauben keine Werbung für das Unternehmen, außer wenn Facebook mit dem betreffenden Projekt kooperiert", so ein Vertreter von Columbia Pictures.

pte / so

Stand: 11. Juli 2010

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